BAFA-Förderung: Voraussetzungen prüfen, kostenlos in 60 Sek.
Beispielrechnung zur BAFA-Förderung von Unternehmensberatung für Ihr Bundesland und Ihr geplantes Beraterhonorar. Das Ergebnis ist ein Modellwert und keine Förderzusage. Rechengrundlage: Förderrichtlinie, Fassung vom 12.12.2024, Nr. 5.2, gültig für Anträge bis 31.12.2026. Für Anträge ab 1. Januar 2027 gelten geänderte Bedingungen. Fördersätze und Höchstbeträge dazu nennt das BAFA auf seiner Programmseite nicht (geprüft am 2. November 2026).
Richtlinie bis 31.12.2028 verlängert, ab 2027 mit geänderten Bedingungen
Pro Unternehmen sind 5 geförderte Beratungen möglich, höchstens 2 pro Jahr. Ab Januar 2027 ist die Antragstellung nur über ein ELSTER-Konto oder BundID möglich.
Was ist die BAFA-Unternehmensberatungs-Förderung?
Die BAFA-Förderung „Unternehmensberatungen für KMU“ ist ein Bundesprogramm des Bundeswirtschaftsministeriums, administriert vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Es bezuschusst strategische Beratungsleistungen für kleine und mittlere Unternehmen je nach Region mit 50 oder bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten, als nicht rückzahlbarer Direktzuschuss (Sätze nach der Förderrichtlinie, Fassung vom 12.12.2024, für Anträge bis 31.12.2026).
Programm-Eckdaten:
- Förderquote für Anträge bis 31.12.2026: 50 Prozent oder 80 Prozent (regional gestaffelt)
- Maximaler Zuschuss für Anträge bis 31.12.2026: 1.750 € (50-Prozent-Region) bzw. 2.800 € (80-Prozent-Region) pro Beratung
- Bemessungsgrenze: maximal 3.500 € förderfähige Beratungskosten je Beratung
- Anzahl: bis zu 5 Beratungen pro Unternehmen, max. 2 pro Jahr
- Geltungsdauer: Richtlinie bis 31. Dezember 2028 verlängert, ab 2027 mit geänderten Bedingungen
- Fördersatz: richtet sich nach dem Standort der beratenen Betriebsstätte
Welcher Fördersatz in welchem Bundesland gilt, einschließlich der Sonderregionen, fasst unsere Referenztabelle zur BAFA-Förderung der Unternehmensberatung nach Bundesland zusammen.
Die Förderung ist als nachgelagerter Zuschuss konzipiert: Sie zahlen die Beratung zunächst selbst, reichen den Verwendungsnachweis ein, und BAFA überweist anschließend den Zuschuss. Die Bearbeitungsdauer schwankt, aktuelle Zeiten nennt das BAFA.
Wer ist förderfähig?
KMU-Definition gemäß EU-Empfehlung 2003/361/EG:
- Bis 249 Mitarbeitende (Vollzeitäquivalent)
- Bis 50.000.000 € Jahresumsatz oder bis 43.000.000 € Bilanzsumme
- Sitz und Geschäftstätigkeit in Deutschland; für den Fördersatz zählt der Standort der beratenen Betriebsstätte
- Eintrag im Handels-, Genossenschafts- oder Vereinsregister bzw. gewerbliche/freiberufliche Tätigkeit
Weitere Voraussetzungen:
- Rechtliche Selbstständigkeit und Unternehmenssitz in Deutschland
- Maximal 5 BAFA-Beratungen seit 2023 in Anspruch genommen
- Gewählte Beratungsfelder müssen den BAFA-Richtlinien entsprechen
- Berater muss beim BAFA registriert sein (ohne Registrierung keine Förderung)
Förderfähige Beratungsfelder (Beispiele, keine abschließende Liste): Die Förderrichtlinie fasst den förderfähigen Bereich bewusst weit: alle wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen der Unternehmensführung. In der Praxis häufig genutzt werden unter anderem Digitalisierungsstrategie, Marketing- und Vertriebsstrategie, Prozessoptimierung, Geschäftsmodell-Innovation, Personalstrategie, Nachhaltigkeit / ESG und Unternehmensnachfolge.
NICHT förderfähig: Steuer-, Rechts-, Versicherungs-, Förderberatung sowie operative Umsetzung.
Geltungsdauer und Änderungen ab 2027
Das BAFA verlängert die Richtlinie für das Programm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU“ mit geänderten Bedingungen ab dem 1. Januar 2027 bis zum 31. Dezember 2028. Die Änderungen gelten laut BAFA für Zuschussanträge, die ab dem 1. Januar 2027 gestellt werden.
Was das praktisch bedeutet:
- Die Antragstellung ist ab Januar 2027 nur noch über ein ELSTER-Konto oder BundID möglich
- Das verpflichtende Regionalpartnergespräch entfällt
- Das Kontingent beträgt zwei Beratungen pro Jahr und fünf Beratungen insgesamt
- Der Beratungsvertrag darf weiterhin erst nach Erhalt des Informationsschreibens unterzeichnet werden
BAFA-Berater finden: worauf Sie achten sollten
Gefördert werden ausschließlich Beratungen durch BAFA-registrierte Berater. Ohne diese Registrierung entfällt der Zuschuss vollständig, unabhängig davon, wie gut die Beratung inhaltlich war. Die offizielle, laufend aktualisierte Liste der registrierten Berater führt das BAFA selbst auf seiner Antragsplattform.
Bei der Auswahl lohnt sich ein Blick auf: passt das angebotene Beratungsfeld zu einem der förderfähigen Bereiche (siehe oben)? Hat der Berater Referenzen in Ihrer Branche? Und ganz praktisch: wie lange dauert die Antragsbearbeitung durch den Berater selbst, bevor der eigentliche BAFA-Antrag gestellt wird?
Wie läuft die Antragstellung in der Praxis ab?
Die Zeitleiste oben zeigt die groben Fristen. Was ein Unternehmer an jedem Punkt tatsächlich tun muss, und wo es erfahrungsgemäß hakt, zeigt dieser Ablauf im Detail.
1. Berater auswählen und Beratungsvertrag vorbereiten (noch nicht unterschreiben). Sie wählen einen BAFA-registrierten Berater aus der offiziellen Liste und besprechen mit ihm Inhalt, Umfang und Kosten der Beratung. Der Berater bereitet in der Regel den Beratungsvertrag vor, dieser darf zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht unterschrieben werden.
2. Online-Antrag beim BAFA stellen. Der Antrag wird über das BAFA-Portal gestellt, in der Regel gemeinsam mit dem Berater. Anzugeben sind unter anderem Unternehmensdaten, KMU-Nachweis, das geplante Beratungsthema und die Kalkulation der Beratungskosten.
3. Informationsschreiben abwarten, dies ist der kritischste Schritt. Erst nach Erhalt dieses Schreibens darf mit der Beratung begonnen werden. Als Beginn der Beratung zählt bereits der Abschluss des Beratungsvertrags, nicht erst der erste Beratungstermin. Wer den Vertrag vorher unterschreibt, verliert die Förderung vollständig, auch wenn die Beratung inhaltlich einwandfrei war. Die Bearbeitungsdauer bis zum Informationsschreiben schwankt je nach Antragsaufkommen beim BAFA und ist von uns nicht pauschal vorhersagbar. Aktuelle Bearbeitungszeiten erfragen Sie am besten direkt beim BAFA oder bei Ihrem Berater.
4. Beratungsvertrag unterschreiben und Beratung durchführen. Erst jetzt beginnt die eigentliche Beratungsleistung.
5. Verwendungsnachweis einreichen. Nach Abschluss der Beratung reichen Sie den Verwendungsnachweis beim BAFA ein: Beratungsbericht, Rechnung und Zahlungsnachweis. Die Frist dafür beträgt maximal sechs Monate ab Erhalt des Informationsschreibens, nicht sechs Monate ab Ende der Beratung. Bei knapper Zeitplanung sollte diese Frist von Anfang an im Kalender stehen.
6. Prüfung und Auszahlung. Das BAFA prüft den Verwendungsnachweis und zahlt den Zuschuss auf das angegebene Konto aus. Auch hierfür sollten Sie zeitlichen Puffer einplanen, eine feste Dauer nennt die Förderrichtlinie nicht.
Ein Nebenpunkt, der in der Praxis leicht übersehen wird: Die Förderung zählt als De-minimis-Beihilfe, für Unternehmen, die bereits andere öffentliche Beihilfen erhalten haben, gilt eine gemeinsame Obergrenze von 300.000 € über drei Jahre.
Was dieser Rechner nicht kann
Dieser Rechner liefert eine illustrative Einschätzung auf Basis der von Ihnen eingegebenen Angaben (Bundesland der beratenen Betriebsstätte, Mitarbeiterzahl, bisherige Beratungen). Er ersetzt keine verbindliche Förderzusage, die entscheidet ausschließlich das BAFA nach Prüfung Ihres vollständigen Antrags. Ebenfalls nicht Teil dieses Rechners: eine Prüfung, ob Ihr konkretes Beratungsvorhaben inhaltlich förderfähig ist (das entscheidet der gewählte BAFA-registrierte Berater gemeinsam mit Ihnen), und keine Rechtsberatung zu Ihrer individuellen Situation.
Häufige Fragen (FAQ)
Wie hoch ist die BAFA-Förderung 2026?
Wie lange dauert die BAFA-Bearbeitung?
Welche Bundesländer haben 80 Prozent Förderung?
Brauche ich einen beim BAFA registrierten Berater?
Was passiert nach dem 31.12.2026?
Gilt die Förderung auch für Betriebsstätten außerhalb Deutschlands?
Wie funktioniert die Antragstellung?
Was sind typische Antragsfehler?
Kann ich BAFA mit anderen Programmen kombinieren?
Was wenn ich nicht förderfähig bin?
Welche Beratungsfelder sind förderfähig?
Wie lange darf die geförderte Beratung dauern?
Was kann dieser Rechner?
Gibt es eine BAFA-Förderung speziell für Marketing-Beratung?
Glossar, BAFA-Förderung verstehen
BAFA
Beim BAFA registrierter Berater
Bemessungsgrundlage
Beratungsbericht
De-minimis-Beihilfe
Eigenanteil
ESF Plus
Förderhöhe
Förderzeitraum
KMU-Definition
QM-Handbuch
Rahmenrichtlinie
Strukturschwache Region
Verwendungsnachweis
Ausführlicher Leitfaden im Blog: förderfähige Unternehmen, Auswahl eines BAFA-Beraters und Antragsablauf im Detail.
BAFA-Berater finden: Förderung und Ablauf →Branchenspezifische Analyse
Für einige Branchen haben wir vertiefende Marketing-Übersichten mit typischen Engpässen und konkreten Handlungsempfehlungen zusammengestellt.
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