Ratgeber · SEO

SEO-Audit-Checkliste: 27 Punkte zum Selbst-Prüfen

Diese Checkliste geht die Website systematisch durch: technische Basis, Onpage- Elemente, Content-Qualität, Local SEO und Messung. 27 konkrete Prüfpunkte zum Abhaken, mit kostenlosen Google-Tools durchführbar, ohne Tool-Abo.

Diese Liste zeigt, WAS geprüft werden sollte. In welcher Reihenfolge Sie die gefundenen Punkte abarbeiten, ist eine andere Frage, dazu mehr am Ende des Beitrags.

Wie diese Checkliste zu nutzen ist

Gehen Sie die fünf Blöcke der Reihe nach durch und markieren Sie jeden Punkt als erledigt, offen oder nicht zutreffend. Die technische Basis steht bewusst zuerst, weil Onpage- und Content-Arbeit wenig bringen, solange eine Seite gar nicht indexiert oder technisch fehlerhaft ist. Für jeden Punkt genügt in der Regel ein kostenloses Google-Tool, Search Console oder PageSpeed Insights.

1

Technische Basis

Ohne technische Grundlage verpufft jede weitere Maßnahme. Dieser Block gehört zuerst geprüft.

  • Google Search Console eingerichtet und Property bestätigt

    Ohne Search Console gibt es keine verlässliche Sicht darauf, ob Google die Website überhaupt korrekt erfasst.

  • Wichtige Seiten sind indexiert

    Prüfen Sie im Bericht „Seiten“, ob zentrale Unterseiten als „Indexiert“ oder als „Nicht indexiert“ geführt werden.

  • robots.txt blockiert keine wichtigen Bereiche

    Ein Blick auf ihredomain.de/robots.txt genügt, um offensichtliche Sperren zu erkennen.

  • XML-Sitemap vorhanden und in der Search Console eingereicht

    Eine aktuelle Sitemap erleichtert es Google, neue und geänderte Seiten zu finden.

  • HTTPS durchgängig aktiv, keine gemischten Inhalte

    Fehlendes oder lückenhaftes HTTPS wird von Browsern mit Warnungen versehen und von Google schlechter bewertet.

  • Keine Weiterleitungsketten oder 404-Fehler auf wichtigen Seiten

    Mehrfache Weiterleitungen oder tote Links auf Seiten mit früherem Traffic kosten Sichtbarkeit, ohne dass es auffällt.

  • Mobile Darstellung fehlerfrei

    Google indexiert mobil zuerst. Abgeschnittene Inhalte oder unerreichbare Buttons wirken sich direkt auf Rankings aus.

  • Core Web Vitals im Blick

    Core Web Vitals sind laut Googles eigener Aussage einer von mehreren Rankingfaktoren. Über PageSpeed Insights oder die Search Console lassen sie sich kostenlos prüfen.

2

Onpage-Elemente

Title-Tags, Überschriften, interne Verlinkung und strukturierte Daten auf den wichtigsten Seiten.

  • Jede wichtige Seite hat einen eindeutigen Title-Tag

    Doppelte oder fehlende Title-Tags erschweren es Google, Seiten korrekt zuzuordnen.

  • Meta-Descriptions vorhanden, ohne Duplikate

    Eine Meta-Description beeinflusst nicht direkt das Ranking, aber die Klickrate in den Suchergebnissen.

  • Genau eine H1 pro Seite, klar auf das Seitenthema bezogen

    Mehrere H1-Überschriften oder eine H1 ohne Bezug zum Inhalt verwirren sowohl Nutzer als auch Suchmaschinen.

  • URL-Struktur ist sprechend und stabil

    Kurze, verständliche URLs ohne unnötige Parameter sind leichter zu merken und zu verlinken.

  • Interne Verlinkung zu wichtigen Seiten vorhanden

    Seiten, die intern kaum verlinkt sind, wirken für Google weniger bedeutsam, unabhängig vom Inhalt.

  • Bilder haben Alt-Texte für zentrale Inhalte

    Alt-Texte helfen bei der Bildersuche und der Barrierefreiheit, besonders bei produkt- oder leistungsbezogenen Bildern.

  • Strukturierte Daten (Schema.org) für relevante Inhalte hinterlegt

    FAQ-, Produkt- oder Bewertungs-Markup kann die Darstellung in den Suchergebnissen verbessern, ist aber keine Rankinggarantie.

3

Inhalt und Content-Qualität

Ob Inhalte tatsächlich eine Suchintention beantworten und aktuell gehalten werden.

  • Zentrale Seiten beantworten eine klare Suchintention

    Eine Seite, die weder eine Frage beantwortet noch ein Problem löst, hat es schwer zu ranken, unabhängig von der Textlänge.

  • Inhalte sind aktuell, keine veralteten Preise oder Jahreszahlen

    Veraltete Angaben schaden dem Vertrauen bei Nutzern und können sich auf die wahrgenommene Qualität auswirken.

  • Keine offensichtlichen inhaltlichen Duplikate zwischen Seiten

    Mehrere Seiten mit nahezu identischem Inhalt konkurrieren intern um dieselben Suchanfragen.

  • Content-Cluster zu Kernthemen statt einzelner isolierter Artikel

    Zusammenhängende Inhalte, die sich gegenseitig verlinken, bauen thematische Tiefe auf.

  • Autoren- oder Unternehmensangaben erkennbar

    Nachvollziehbare Angaben zu Autor, Unternehmen und Kontaktmöglichkeiten stärken die Glaubwürdigkeit einer Seite.

4

Local SEO

Relevant für jedes Unternehmen mit Standort oder regionalem Kundenkreis.

  • Google Unternehmensprofil vollständig ausgefüllt

    Kategorie, Öffnungszeiten, Adresse, Leistungen und Fotos sollten vollständig und aktuell sein.

  • NAP-Daten (Name, Adresse, Telefonnummer) einheitlich

    Abweichende Angaben zwischen Website, Google-Profil und Branchenverzeichnissen können Vertrauen und Auffindbarkeit beeinträchtigen.

  • Bewertungen werden regelmäßig beantwortet

    Eine aktive Reaktion auf Bewertungen zeigt Nutzern und Google, dass das Profil gepflegt wird.

  • Standortseite oder Kontaktseite mit lokalen Signalen vorhanden

    Eine eigene Seite mit Adresse, eingebetteter Karte und lokalen Bezügen unterstützt die lokale Sichtbarkeit.

5

Messung und Kennzahlen

Ohne Messung lässt sich nicht erkennen, ob eine Maßnahme überhaupt gewirkt hat.

  • Analytics-Tool eingerichtet und Events korrekt erfasst

    Ohne funktionierendes Tracking lässt sich keine SEO-Maßnahme im Nachhinein bewerten.

  • Wichtigste Rankings werden regelmäßig geprüft

    Ein grober Blick auf Position und Sichtbarkeit der wichtigsten Suchbegriffe genügt oft schon, um Trends zu erkennen.

  • Klickrate und Impressionen in der Search Console beobachtet

    Eine niedrige Klickrate bei guter Position deutet oft auf unattraktive Title-Tags oder Meta-Descriptions hin.

Was die Checkliste bewusst nicht abdeckt

Diese Checkliste prüft die sichtbare und öffentlich messbare Basis-Hygiene einer Website. Sie ersetzt keine Backlink-Analyse, keine Wettbewerbsbeobachtung und keine vollständige Content-Strategie, das sind eigene Themenfelder mit eigenem Zeitaufwand. Ebenso ersetzt sie keine rechtliche Prüfung von Impressum, Datenschutz oder Cookie- Consent, dafür sind spezialisierte Prüfungen sinnvoller.

Die Häufigkeit, mit der Begriffe wie „SEO Checkliste“ oder „SEO Audit Checkliste“ gesucht werden, zeigt: Viele Unternehmen wollen zuerst selbst einen Überblick verschaffen, bevor sie eine Agentur oder ein kostenpflichtiges Tool in Betracht ziehen. Diese Checkliste ist genau dafür gedacht, als erster, eigenständiger Schritt.

Checkliste abgearbeitet, aber wissen Sie was zuerst dran ist?

Diese Checkliste zeigt WAS zu prüfen ist. Was zuerst drankommt, wenn mehrere Punkte gleichzeitig offen sind, hängt von Ihrer Situation ab: wie viel Zeit zur Verfügung steht, wie stark die Konkurrenz bei den relevanten Suchbegriffen ist, und welche offenen Punkte tatsächlich Kunden betreffen statt nur intern aufzufallen.

Der Beitrag zum Google Ranking verbessern ordnet offene Punkte nach Aufwand und Wirkung ein, mit einem einfachen Raster und einem Beispiel-Zeitplan für die ersten sechs Monate.

Google Ranking verbessern: was zuerst dran ist

Wenn die Checkliste allein nicht mehr ausreicht

Diese Checkliste deckt die SEO-Basis ab. Sie sagt nichts darüber aus, wie SEO im Vergleich zu anderen Marketingkanälen wie Google Unternehmensprofil, Vertrauenssignalen oder Sichtbarkeit in KI-Suchsystemen zu gewichten ist, und ob eine bestehende Agentur diese Basis-Hygiene überhaupt liefert.

STEP/SEEDS® ist eine einmalige Diagnose des gesamten Marketingsystems, ab 199 Euro, ohne Abo und ohne Vertragsbindung. Statt einer allgemeinen Checkliste liefert die Diagnose priorisierte Handlungsempfehlungen für Ihr Unternehmen, über alle relevanten Kanäle hinweg statt nur für SEO allein.

Wenn Sie zunächst nur prüfen möchten, ob die öffentlich sichtbare Basis-Hygiene Ihrer Website stimmt, unabhängig davon, was eine bestehende Agentur intern berichtet: Der kostenlose Agentur-Check prüft öffentliche Website-Daten in wenigen Minuten und liefert einen Score.

Häufige Fragen zur SEO-Audit-Checkliste

Was gehört in eine SEO-Audit-Checkliste?

Fünf Bereiche: technische Basis (Indexierung, robots.txt, HTTPS, Core Web Vitals), Onpage-Elemente (Title-Tags, Überschriften, interne Verlinkung), Content-Qualität, Local SEO bei Unternehmen mit Standortbezug und Messung über Search Console und Analytics. Eine Checkliste, die nur Onpage-Details auflistet, übersieht meist die technischen Blocker, die alles andere wirkungslos machen.

Wie lange dauert ein SEO-Audit nach dieser Checkliste?

Für eine überschaubare Website mit zehn bis zwanzig Seiten lässt sich die Checkliste in wenigen Stunden durchgehen, wenn Search Console und Analytics bereits eingerichtet sind. Fehlt diese Grundlage, kostet allein deren Einrichtung zusätzliche Zeit.

Reicht eine Checkliste, oder brauche ich zusätzlich ein Tool?

Für die meisten Punkte in dieser Checkliste reichen kostenlose Google-Tools wie Search Console und PageSpeed Insights aus. Kostenpflichtige SEO-Tools werden vor allem dann relevant, wenn Wettbewerbsvergleiche, Backlink-Analysen oder umfangreiches Keyword-Tracking gewünscht sind, siehe der SEO-Tools-Vergleich.

Was mache ich, wenn mehrere Punkte gleichzeitig durchfallen?

Dann stellt sich als Nächstes die Frage der Reihenfolge, nicht mehr, was zu prüfen ist. Diese Checkliste zeigt, WAS geprüft werden sollte. Womit Sie konkret anfangen, wenn mehrere Punkte offen sind, hängt von Aufwand und erwarteter Wirkung in Ihrer Situation ab.

Ist ein Core-Web-Vitals-Problem ein Grund, sofort zu handeln?

Core Web Vitals beeinflussen laut Googles eigener Aussage das Ranking, sind aber nur einer von vielen Faktoren. Ein schlechter Messwert ist ein Hinweis, kein Alarm, der alles andere verdrängen sollte. Er gehört in die Priorisierung eingeordnet wie jeder andere Punkt.

Kann ich diese Checkliste für jede Branche verwenden?

Die technischen, Onpage- und Messungs-Punkte gelten branchenübergreifend. Der Local-SEO-Block ist vor allem für Unternehmen mit Standort oder regionalem Einzugsgebiet relevant und lässt sich bei rein überregionalen oder digitalen Geschäftsmodellen überspringen.

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Erst die Checkliste, dann die Priorisierung

Bevor Sie in einzelne Maßnahmen investieren, lohnt sich eine unabhängige Bestandsaufnahme des gesamten Marketings. Einmalig, ohne Abo, ohne Vertragsbindung.

Dieser Beitrag gibt allgemeine Informationen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder und ersetzt keine individuelle Prüfung Ihrer Website. Genannte Beispiele sind illustrativ und keine Erfolgszusage. STEP/SEEDS® erbringt eine Beratungs- und Analyseleistung gemäß §§ 611 ff. BGB, ausdrücklich kein Werkvertrag gemäß §§ 631 ff. BGB. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.